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1Die Westfassade
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2Die Glasmalereien
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3Das Schiff
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4Das Querschiff
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5Die Orgeln
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6Der Chor
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7Das Oktogon
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8Das Kapitelhaus

Die Westfassade

Die monumentale Westfassade des Nidarosdoms ist von englischen Kathedralen inspiriert. In England bekamen die Kathedralen im 13. Jh. solche Fassaden, und wir wissen, dass sich der Hauptarchitekt des Nidarosdoms, Erzbischof Eystein Erlendsson, mindestens einmal für längere Zeit in England aufhielt. Die Westfassade in ihrem heutigen Aussehen ist stark von der Restaurierung im 20. Jh. geprägt. Nur der untere Bereich ist noch aus dem Mittelalter erhalten und nur fünf der ursprünglichen Skulpturen. Neben der großen Rosette wird die Westfassade von drei Reihen mit insgesamt 59 Skulpturen dominiert. In der unteren Reihe finden wir hauptsächlich Apostel, in der mittleren Reihe stehen u. a. vier norwegische Heilige und in der oberen Reihe Propheten und Könige des Alten Testaments.

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Die Glasmalereien

Die Glasmalereien wurden von dem Maler und Architekten Gabriel Kielland entworfen und in den 1930er Jahren fertiggestellt. An den langen Mauern findet man Darstellungen aus dem Alten Testament (im Norden) und dem Neuen Testament (im Süden). Die Bildgeschichten in den Fenstern liest man jeweils von Westen und Osten in Richtung des Hochaltars. Im Süden finden wir die Geburt Jesu gleich im Eingang zur Kathedrale. Wir können sein Leben und seine Taten in Richtung Osten verfolgen bis zu seinem Tod und seiner Auferstehung am Hochaltar im Chor. Die große Rosette im Westen porträtiert den Tag des Jüngsten Gerichts. Auch im Mittelalter gab es Glasmalereien im Nidarosdom. Damals wurden die Gottesdienste in lateinischer Sprache abgehalten. Die Glasmalereien, die gern Arme-Leute-Bibel genannt wurden, waren daher von großer Hilfe bei der Vermittlung der Bibelgeschichte.

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Das Schiff

Das Schiff war der Teil der Kirche, wo im Mittelalter gewöhnliche Leute Zugang hatten. Das Schiff im Nidarosdom ist der größte Gebäudeteil der Kirche, ursprünglich in der letzten Hälfte des 13. Jh. und am Anfang des 14. Jh. gebaut. Nach einem Brand im Jahre 1531 wurde der Dom nicht wiederaufgebaut, und das Dach stürzte ein. Das Schiff stand über mehrere Jahrhunderte als Ruine und wurde Anfang des 20. Jh. wiederaufgebaut. Zum großen Jubiläum der Schlacht von Stiklestad im Jahr 1930 war es fertiggestellt. Die Architektur des originalen und des restaurierten Schiffs ist eindeutig von englischen Kathedralen inspiriert.

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Das Querschiff

Der Bau des Nidarosdoms begann um 1070. Die ältesten erhaltenen Teile des Nidarosdoms befinden sich im Querschiff, das aus dem Gebäudekörper als zwei Kreuzarme im Norden und Süden herausragt. Das Querschiff wurde in der Mitte des 12. Jh. im romanischen Stil mit den charakteristischen Rundbögen in Portalen und Fensteröffnungen gebaut. Die Mauern des Querschiffs, die das Dach tragen, sind bis zu zwei Meter dick. Ende des 12. Jh. wurde der romanische Baustil durch den gotischen Baustil abgelöst, was im Chor und Hauptschiff zu sehen ist.

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Die Orgeln

Schon seit dem Mittelalter gab es Orgeln im Nidarosdom. Heute hat die Kirche drei große Orgeln. Die älteste ist die Barockorgel von 1741 im nördlichen Querschiff, erbaut von Joachim Wagner, einem der führenden Orgelbauer in Europa zu seiner Zeit. Die Barockorgel hat 30 Stimmen und 1809 Pfeifen. Die Steinmeyer-Orgel unter der Rosette zählt mit 127 Stimmen und 9620 Pfeifen zu den größten in Europa. Sie wurde 1930 anlässlich des Jahrestags der Schlacht von Stiklestad geliefert und eingebaut. Im Jahr 2015 bekam die Kirche eine eigene Chororgel, um Chorgesang zu begleiten.

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Die Steinmeyerorgel

Der Chor

Der Chor des Nidarosdoms entstand in der ersten Hälfte des 13. Jh. Im Gegensatz zum Querschiff, das im romanischen Stil gebaut wurde, ist der Chor gotisch und weist die charakteristischen Säulen und Spitzbögen auf. Chortrennwände trennten im Mittelalter den Chor vom Turmfuß und von den Gängen in den Seitenschiffen. Über die Seitenschiffe konnten die Pilger und andere Besucher zum Hochaltar und Schrein des Heiligen Olavs im Oktogon gelangen. Nach der Reformation wurden die Chortrennwände entfernt und die Kirche erhielt ihre offene lutherische Form, mit freier Sicht von den Eingängen im Westen auf den Hochaltar im Osten.

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Das Oktogon

Das Oktogon (Achteck) gehört zu den meist ornamentierten Teilen des Nidarosdoms, erbaut im Zeitraum 1190–1210. Im Mittelalter stand der Schrein mit dem Leib des heiligen Olavs im Oktogon, dem heiligsten Ort in der Kirche. Der heiliggesprochene König war dort in direkten Kontakt mit Gott, und je näher die Pilger ihm mit ihren Gebeten kamen, desto größer die Chancen, dass Gott sie erhörte. Rund um das Oktogon ist ein Säulengang, der es den Pilgern erlaubte, ganz in die Nähe vom Schrein des Olavs zu gelangen. Im Zuge der Reformation wurde der Schrein entfernt. Der heutige Altar hat ungefähr die Form, die der Schrein vermutlich gehabt hat. Auf der Südseite des Säulengangs steht der Olavsbrunnen.

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Das Kapitelhaus

Im Kapitelhaus hielten die Priester der Kirche – das Domkapitel – im Mittelalter täglich Versammlungen ab. Die Versammlungen wurden mit dem Vorlesen eines Kapitels der Bibel eröffnet. Das Kapitelhaus diente als Kapelle und als eine Ratsstube für das Domkapitel. In englischen Kathedralen sind die Kapitelhäuser oft rund, aber beim Nidarosdom hat das Kapitelhaus die Form einer Kathedrale im Miniaturformat. Das Kapitelhaus wurde Ende des 12 Jh. gebaut, zu einem Zeitpunkt, wo der Übergang vom romanischen zum gotischen Baustil stattfand. Im Kapitelhaus findet man daher runde und spitze Bögen.

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Das Kapitelhaus